Red Wings siegen auch in Spiel 2 mit 3:1
Spiel 2 ähnelte ganz Spiel 1: Wieder war das Geschehen ausgeglichen, wieder wurde Chris
Osgood mit 31 Paraden zum Spieler des Abends gekürt und erneut sorgte der
aufstrebende Flügelstürmer Justin Abdelkader mit einem Tor zum 3:1 für die
Vorentscheidung. Und so sieht es in der Serie wie letztes Jahr aus, als Detroit auch alle
ersten beiden Spiele gewinnen konnte und die Serie am Ende mit 4:2 gewann.
Wie im Jahr 2008 kamen die jungen Pittsburgh Penguins für zwei Eröffnungsspiele im Finale
um den Stanley Cup nach Detroit und wollten die Red Wings in ihre Schranken weisen. 120
Nettominuten später sieht die Welt von Crosby & Co. ernüchternd aus: nach zwei 1:3 Niederlagen
stehen die Youngsters jetzt schwer unter Zugzwang.
Die Detroit Red Wings sind alt, ausgepowert, müde und haben wichtige Leistungsträger verletzungsbedingt vorzugeben. Trotzdem hat der Titelverteidiger offenbar ein Mittel gefunden, um das aufstrebende Team der Pittsburgh Penguins zum zweiten Mal in Folge im Zaum zu halten.
Anders als in Spiel 1, als sich Detroit vor allem mit Hilfe ihres Glücks durchsetzten,
waren es dieses Mal die deutlich bessere Chancenverwertung, die den Unterschied ausmachten.
Schon in der Anfangsphase fanden die Hausherren gleich drei Mal die großen Möglichkeiten zur
Führung vor, noch konnten die Pens aber ihren Kasten sauber halten.
Selbst kam Pittsburgh erst in der 7. Minute zum ersten wirklich nennenswerten Schuss, in der 14. Minute hätte Fedotenko die Führung sogar besorgen müssen. Der Russe war im 1 gegen 0 durch, scheiterte aber an Detroit Schlussmann Osgood. Doch in der 17. Minute reichte es doch noch für die Führung. Pittsburgh belagerte das Red Wings Tor in Überzahl, im dritten Nachschuss war schließlich Evgeni Malkin mit einem entscheidenden Schuss zur Stelle. Dieser wurde von Detroits Stuart noch ins eigene Tor gelenkt.
Mit dieser knappen, aber auf Grund der größeren Spielanteile nicht unverdienten Führung
ging Pittsburgh in den zweiten Abschnitt. In diesen startete Detroit druckvoll und hatte die
besseren Chancen, ehe die Penguins in der 24. Minute am Torgestänge scheiterten.
Das wiederum schien die Gastgeber aufzuwecken, denn kurze Zeit später stand es durch einen
Blue Liner von Ericsson 1:1. Und die Hausherren hätten ihre Führung eine Minute später feiern
können, fast müssen, als Zetterberg im 2 gegen 1 einen Sitzer vergab und am Pens Schlussmann scheiterte.
Doch die Führung war nur aufgeschoben - bis zur 31. Minute, als Zetterberg aus fast unmöglich spitzem Winkel per Rückhand zum 2:1 einschoss. Ein nicht unumstrittener Treffer, denn zuvor hatte sich Hossa mit einem Stockschlag einen Vorteil verschafft, direkt vor dem Tor war noch ein Red Wings Spieler auf Pens Schlussmann Fleury gefallen.
Pittsburgh versuchte sofort eine Antwort auf diesen erstmaligen Rückstand in dieser Partie
zu finden und prüfte Osgood mehrfach mit großen Chancen. Der Red Wings Goalie behielt aber
die Übersicht und als er ein Mal geschlagen war, kam ihm noch das Torgestänge zur Hilfe.
Das abwechslunsgreiche Match blieb spannend und mit vielen Einschussmöglichkeiten auf beiden
Seiten auch sehr unterhaltsam. In den Schlusssekunden des Mitteldrittels drückte wiederum
Detroit auf den nächsten Treffer, dieses Mal war aber Fleury zwei Mal zur Stelle und hielt
das Match knapp.
Mit dem Mute der Verzweiflung kamen die Penguins aus der zweiten Pause und drückten zum Beginn des Schlussdrittels auf den Ausgleich. Ein Mal schien die Scheibe schon am Weg ins Tor, doch die Red Wings retteten noch auf der Linie. Und nach 99 Sekunden kullerte ein Crosby Stangenschuss auch noch die Linie entlang wieder aus dem Tor raus...
Wie so oft, wenn man seine eigenen Chancen nicht macht, wurden die Penguins bestraft.
Die Defensivabteilung der Gäste schaute in der 43. Minute begeistert zu, als Justin Abdelkader
alleine gegen drei Pens Spieler lief und aus der Drehung Richtung Tor feuerte. Dort zeigte sich
auch Marc-Andre Fleury überrascht und ließ einen haltbaren Schuss über die Fanghand ins Tor gleiten.
Jetzt wurde der Druck gehörig, Pittsburgh warf alles nach vorne, beherrschte das Match im
letzten Drittel mit 12:3 Torschüssen, doch ein Treffer wollte nicht mehr gelingen. Dadurch
zeigte sich gegen Ende der Partie noch deutlich der Frust und in einer Schlägerei entluden
sich die Aggressionen. Wohl auch schon ein Zeichen in Richtung Spiel 3, in dem die Penguins
nun unbedingt gewinnen müssen, wollen sie im Rennen um den Stanley Cup bleiben.
Video-Zusammenfassung von Spiel 2
Spielbericht: hockeyfans.at



